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Music City U.S.A.

NashvilleNashville ist in der ganzen Welt vor allem bekannt als das Mekka der Country-Musik. Besucht durch Musiker aller Art hat die Stadt eine lange Tradition. Berühmte Musiker wie Buddy Holly, Elvis Presley und Jimi Hendrix haben hier ihre Musik aufgezeichnet.

Das Radio kam 1922 nach Nashville und nur drei Jahre später baute die Nationale Lebens- und Versicherungsanstalt einen Sender mit dem Namen WSM, Wir schützen Millionen, das Motto des Unternehmens. George D. Hay, ein Moderator eines großen Chicagoer Radiosenders besann sich auf seine Wurzeln in Tennessee, indem er versuchte den großen Erfolg der Chicago’s National Barn Dance Show, eine Tanzshow, die traditionell in einer Scheune stattfindet, zu verdoppeln. So wurde Barn Dance, Nashvilles Version dieser Tanzshow, geboren.

Hay drängte die erste, in Anzügen auftretende, Band in eine kitschige Richtung. Die Band, geleitet von Dr. Humphrey Bate, ein, in Vanderbilt ausgebildeter, Physiker, wurde zu “The Possum Hunters”, Die Opossum Jäger. Anderen Gruppen wurden ähnliche Namen gegeben, wie: “The Fruit Jar Drinkers”, Die Früchtebier-Trinker, und “The Dixie Cloudhoppers”, Die Dixie-Wolkenspringer, und die Würfel waren gefallen: Country war gleich Kitsch. 1927 nannte Hay seine Show The Grand Ole Opry, Die große alte Oper. Die Beliebtheit der Show wuchs und das Management erlaubte den Stars auf Tour zu gehen, aber bestand darauf, dass sie weiterhin jeden Sonntag für die Show zur Verfügung zu stehen würden. Jede Woche mussten sie neue Songs einstudieren, neue Engagements aushandeln und neue Bands formen.

NashvilleDie Musikindustrie sowie auch die Gruppe der Komponisten und Verleger, die in Nashville ansässig waren, wuchsen stetig. Im Land und in der Welt verstreute Südstaatler verlangten nach der Musik, die sie liebten, und machten sie auch anderen bekannt. Mehr und mehr Menschen wollten die Country-Stars sehen und noch während des zweiten Weltkrieges zog die Opry in Nashvilles Ryman Auditorium um. Bing Croby und Tony Bennett, Mainstream-Unterhalter, begannen Songs aufzunehmen, die in Tennessee ihr Debüt hatten.

Obwohl die Musikindustrie wuchs, wurde sie doch in Nashville nicht akzeptiert. 1943 gab Roy Acuff ein Fest, um seine Show zu feiern, die nun bereits von 129 Sendern, von Küste zu Küste, ausgestrahlt wurde. Er lud Gouverneur Prentice Cooper ein, den Festivitäten beizuwohnen. Dieser wollte jedoch nicht Teil eines Circus sein und fügte noch hinzu, dass Acuff Schande über den Staat Tennessee bringen würde, indem er Tennessee zur Hillibilly-Hauptstadt der USA machen würde.

Immer wurde Country-Musik auch Folk-Musik genannt. Das Billboard-Magazin gab letztendlich seinen “Amerikanischen Folklore-Klängen” einen neuen Namen: “Country and Western”. Nashville verlor den Boden als Rock-and-Roll-Magnet und junge Leute fingen an, ihren eigenen musikalischen Geschmack zu behaupten. Um Country für Jedermann populärer zu machen, kreierten Produzenten, wie Chet Atkins den so genannten “Nashville-Sound”, was bedeutet, das die Sänger von nun an von sanften Chören oder Violinen, statt Fiedeln, begleitet wurden. Damit ging es mit der Country-Musik wieder bergauf. The Grand Ole Opry zog 1974 in das Opry-Land um und Fernsehsendungen begannen damit, verstärkt Country-Musik senden.

Der Country-Musik Verband

Nashville bleibt das Zentrum des Country-Musik-Imperiums. Der Country-Musik Verband (CMA) mit ungefähr 700 Mitgliedern weltweit wurde 1958 gegründet. Die CMA vermarktet Country-Musik und so haben sie im Jahr 1971 damit begonnen die heute sehr bekannte CMA Preisverleihung zu feiern. Die erste Verleihung war privat und ausschließlich für Mitglieder gedacht aber von Jahr zu Jahr wurde sie bekannter. Die Wahl zum Entertainer des Jahres wurde live von 1968 bis 1971 von der NBC übertragen. Seit 1972 wurde die Show dann von der CBS ausgestrahlt. Die CMA Country-Musik wird von mehr Radiosendern gespielt, als jede andere Form amerikanischer Musik. So wird Country-Musik von 2613 Sendern ständig und von 400 Sendern außerhalb von Nordamerika, welche Country-Musik zu mehr als 34 Millionen Zuhören in 32 Ländern übertragen, gesendet.

Die Ruhmeshalle der Country-Musik

Die Ruhmeshalle der Country-MusikDie Ruhmeshalle der Country-Musik wurde als eine Sehenswürdigkeit zu Ehren derer, die der Kunstform, bekannt als Country-Musik, den Weg bereitet haben, ins Leben gerufen und wird von der Country-Musik Stiftung betreiben. Seit der Eröffnung der Ruhmeshalle im Jahr 1961 wurden 60 Mitglieder in diese Prestigegruppe aufgenommen. Hier werden sie alles erfahren: Das “Wer ist Wer” der Country-Musik, bekannte Komponisten und Verleger, Film- und Fernsehstars und viele Informationen über jene, die unermüdlich hinter den Kulissen der Industrie- und Geschäftsbosse gearbeitet haben. Aber das Museum der Hall of Fame bietet auch eine beeindruckende Reise durch die Geschichte, dieser wahrhaft amerikanischen Kunstform der Musik. Zu den zahlreichen Ausstellungsstücken gehören auch persönliche Gegenstände von bekannten Country-Stars, wie z.B. Kostüme, Kleidungsstücke, Musikinstrumente und andere historische Objekte.

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