Sister Cities News
Schüleraustausch zwischen den jungen Partnerstädten
Vom 18.07. bis 08.08.2003 besuchten 14 Magdeburger Schüler/innen die neue Partnerstadt Magdeburgs am Cumberland River. Lesen Sie den Bericht von Daniela Haase, die als Vorstandsmitglied des Deutsch- Amerikanischen Dialogzentrums die Gruppe begleitet hat.
Nashville, Hauptstadt des Bundesstaates Tennessee, hat viel zu bieten - sei es kulturell als Wiege der Country Music, geschichtlich im Zusammenhang mit dem Bürgerkrieg,
architektonisch als "Athens of the South", politisch als Bundeshauptstadt, wissenschaftlich als Universitätsstadt oder wirtschaftlich als Regionalzentrum der Musikindustrie, der Pharmazie/Medizin und des Bankengewerbes.
Da in der grünen Metropole und ihrer Umgebung auch ein großes Angebot von sportlichen Aktivitäten zur Verfügung steht, konnte sich keiner der Reiseteilnehmer über Langeweile beschweren.
Die Unterbringung in Nashville erfolgte in Gastfamilien, um den Schülern einen möglichst intensiven Einblick in den American way of life zu gewähren. Das Engagement und Organisationstalent von Douglas Berry (President of Sister Cities of Nashville) sowie Claiborne Gayden (Executive Director of Sister Cities of Nashville) sollte an dieser Stelle unbedingt erwähnt werden, da ohne ihren unermüdlichen, ehrenamtlichen Einsatz der Schüleraustausch wahrscheinlich gar nicht so schnell realisiert worden wäre.
Da ich alle Gastfamilien kennenlernte und auch fast alle zu Hause besuchte, kann ich versichern, dass sie den Gastschülern/innen weitaus mehr als nur eine Unterkunft boten. Sie waren sehr bemüht, die Schüler/innen optimal in den Familienalltag und ihr Leben zu integrieren und nahmen sie im wahrsten Sinne des Wortes als gleichwertige Familienmitglieder auf. Die Gastfamilien besichtigten mit ihren "Gastkindern" viele Sehenswürdigkeiten - wie z. B. die Grand Ole Opry, den Nashville Zoo, den Botanischen Garten - sie gingen gemeinsam Essen, besuchten alte Plantagenanlagen (wie z.B. Belle Meade in Nashville oder Carnton Plantation in Franklin) und ermöglichten ihnen viele gruppeninterne Zusammenkünfte. So trafen sich die Magdeburger Schüler/innen regelmäßig, um abends auszugehen, zu bowlen, ins Kino oder zu Konzerten zu gehen oder in der Mall einzukaufen.
Da die meisten Gastfamilien eigene Kinder im gleichen Alter der Gastschüler/innen hatten, wurde diesen die Integration erheblich erleichtert. Darüber hinaus konnten viele Aktivitäten gemeinsam mit den neuen Gastgeschwistern, die zum großen Teil schon selbst Autofahren durften, unternommen werden, was für größere Mobilität und Flexibilität auf beiden Seiten sorgte.
Im Rahmen des Schüleraustauschs wurden u. a. das Frist Center of the Visual Arts, die Vanderbilt University sowie das State Capitol besichtigt, wobei wir die Möglichkeit hatten, mit dem Secretary of State einige Worte zu wechseln, besucht.
Darüber hinaus konnte ein Wochenendausflug in den Süden Tennessees nach Chattanooga organisiert werden. Dort wurden das Aquarium sowie ein Baseballspiel besucht und ein spannender White-Water-Rafting Trip unternommen. Diese Aktivitäten wurden durch den Einsatz und das Engagement der einzelnen Gastfamilien ermöglicht bzw. unterstützt.
Ein dickes Dankeschön an alle Gastfamilien!
An vier Tagen arbeiteten alle Schüler/innen an einem Wandgemälde, welches symbolisch Aspekte der Partnerschaft zwischen Nashville und Magdeburg sowie damit verbundene persönliche Gedanken und Assoziationen verdeutlichen sollte. Das Wandgemälde ist Teil einer Serie von Gemälden, welche von Schülern/innen aller Partnerstädte Nashvilles (Edmonton, Kanada; Belfast, Irland; Caen, Frankreich; Magdeburg) angefertigt werden bzw. wurden und in Nashville ausgestellt werden.
Für diese künstlerische Tätigkeit stellte uns Michael McBride, ein Künstler aus Nashville, sein Studio und seine Ressourcen zur Verfügung.
Wir sind sehr dankbar für seinen Einsatz.
Insgesamt war dieser erste Schüleraustausch mit Nashville, TN, sehr gelungen und wurde von allen Teilnehmern als lehrreiche und sehr positive Erfahrung bewertet, konnten die Schüler/innen doch nicht nur ihre Sprachkenntnisse aufbessern sondern auch einen tieferen Einblick in das Leben in einem anderen Kulturkreis bekommen.
In diesem Zusammenhang sei auch der Jugendstiftung der Stadtsparkasse Magdeburg, die diesen Schüleraustausch finanziell sehr stark unterstützt hat, ein Dankeschön ausgesprochen.
Wir hoffen natürlich, mit diesem Schüleraustausch auch der jungen Partnerschaft zwischen Nashville und Magdeburg etwas Aufwind gegeben zu haben. Die neuen Kontakte, die durch den Besuch der Magdeburger in Nashville geschaffen wurden, könnten die Grundlage für einen weitergehenden Austausch bilden und darüber hinaus Gegenbesuche der Nashvilleans in Magdeburg anregen.
Zu guter Letzt möchten wir allen an der Planung, Organisation und Durchführung dieses Schüleraustauschs Beteiligten unseren Dank aussprechen. Sie leisteten hervorragende Arbeit - wie das positive Feedback zeigt!

