Julia Küchler in Nashville
Julia Küchler mit Doug Berry und Bill Purcell
Liebe Mitglieder und Freunde des Deutsch - Amerikanischen Dialogzentrums,
ich möchte ihnen einen kleinen Einblick in die aufregenden Erlebnisse während meines Praktikums bei Sister Cities in unserer Partnerstadt Nashville geben.
Sister Cities ist eine gemeinnützige Organisation, die Nashvilles Städtepartnerschaften lebendig und aktiv hält. Neben Magdeburg hat Nashville noch 4 weitere Partnerstädte in Nordirland, Kanada, Frankreich und China. Ende Mai ging es für mich los. Ich wurde sofort herzlich von meiner Gastfamilie und Doug Berry begrüßt.
Noch am Wochenende vor meinem ersten Arbeitstag traf ich mich mit Doug und seinem Freund Tom, der eine Eventmanagementfirma besitzt. Beide arbeiten zusammen daran, einen deutschen Weihnachtsmarkt in Nashville aufzubauen. Wir besprachen, was für Aufgaben während meines Praktikums auf mich zukommen. Ein großes Projekt sollte der schon angesprochene Weihnachtsmarkt und ein weiteres das große Fest zum amerikanischen Unabhängigkeitstag in Franklin sein. Franklin liegt eine halbe Stunde südlich von Nashville.
Ich arbeitete also zeitweise in Dougs Büro in Downtown Nashville und in dem von Tom in Franklin. In den ersten Wochen gab es viele Treffen mit den zuständigen Komitees, was für mich sehr interessant war, denn so konnte ich mich gleich in die Thematik einarbeiten und viele neue Menschen kennenlernen. Ich wurde stets äußerst freundlich und herzlich aufgenommen und jeder versicherte mir, bei Problemen jederzeit zu helfen. Erstaunlicherweise konnte auch fast jeder - wenn manchmal nur einpaar Sätze - deutsch sprechen. Der Zusammenhalt der deutschstämmigen Einwohner Nashvilles ist immer noch sehr stark. So wurde es auch nachmittags nie langweilig, denn der in Magdeburg schon bekannte Bob Bogen zeigte mir Germantown, ich wurde vom deutschen Stammtisch eingeladen oder meine Gastfamilie besuchte mit mir die berühmte Schermerhorn Symphonie.
Ein Höhepunkt meines Praktikums war das internationale Puppentheaterfestival, zu dem natürlich auch eine Delegation aus Magdeburg anreiste. Es kamen zu diesem Ereignis aber auch Gäste dieses Metiers aus anderen Ländern. Die Magdeburger standen jedoch oft im Mittelpunkt, da sie ja als erste internationale Delegation im Jahr 2004 nach Nashville geflogen waren und daraus die Idee eines internationalen Puppentheaterfestivals entstand. So heißt zum Beispiel das Maskottchen des Puppenfestivals"Danke". Die Figur war ein Dankeschön der Magdeburger Delegation vor 4 Jahren. Außerdem flog eine Delegation von Schülern und Studenten nach Magdeburg. Es gab ein argentinisches Weindinner, denn die Stadt Mendoza (Argentinien) ist eine geplante weitere Partnerstadt. Wie man also sehen kann, war es eine aufregende und fröhliche Zeit hier in Nashville, die ich so schnell nicht vergessen werde. Die Erfahrungen, die ich hier machen konnte, werden auch eine große Hilfe für mein weiteres Studium sein.
Vielen Dank an dieser Stelle an Doug Berry und Tom Kiermaier - meine sehr netten Praktikumsbetreuer - sowie an Becky und Michael Sharpe - bei denen ich ein vollwertiges Familienmitglied sein durfte. Natürlich danke ich auch Bob Bogen, zu dem sich das schon bestehende freundschaftliche Verhältnis noch vertiefte und der mir jederzeit als Betreuer und Fremdenführer zur Seite stand.
Beste Grüße aus Nashville!
Julia Küchler (Nashville, 19. Juli 2008)


