Sister Cities News
7. Bericht von Laura Vibrans
Ich befinde mich im Moment auf dem JFK Flughafen in New York und habe noch mehrere Stunden Zeit, bis mein Flug in Richtung Deutschland abfliegen wird. Ich denke, dass dies ein guter Moment ist, um einen letzten, abschließenden Bericht zu verfassen. Ich habe die letzen 7 Tage in New York verbracht. Es war tatsächlich der krönende Abschluss eines aufregenden Jahres für mich. Die Stadt ist riesig, aufregend aber auch ziemlich anstrengend und laut.
Am Montag war hier Memorial Day, an dem ganz besonders an die im Krieg für das Vaterland gefallenen Soldaten gedacht wird. Es gab Paraden und extrem viele Angebote, bei denen man sich beispielsweise riesige Schiffe der amerikanischen Marine am Hafen New Yorks ansehen konnte. Dieses Angebot beispielsweise habe ich angenommen und es war ein sehr interessantes und merkwürdiges Gefühl in diesem riesigen Schiff vor diversen amerikanischen Panzern zu stehen. Außerdem gab es Soldaten, die bestimmte Waffen vorgestellt und die Funktionsweisen vorgeführt haben. Kinder durften dann die Waffen in die Hand nehmen und waren extrem begeistert. Es hat mich etwas geschockt, wie freudestrahlend die Mütter dort ihre noch sehr jungen Söhne ermutigt haben, doch einmal die Waffen zu probieren. Das ist eben auch eine sehr markante Seite der amerikanischen Kultur und Einstellung, die mich persönlich immer wieder schockiert.
Aber die positiven, typisch amerikanischen Eigenschaften zeigten sich dann wieder in anderen Bereichen, wie kulturellen und allgemein unterhaltenden Angeboten.
Besonders genossen habe ich die Broadway Show Billy Elliot, deren Musik von Elton John komponiert wurde. Es war definitiv der absolute Höhepunkt meines Aufenthaltes in New York. Natürlich war die gesamte Show sehr pompös und aufwendig gestaltet, aber es hat sehr viel Spaß gemacht, den grandiosen Tänzern und Sängern zuzuschauen. Das zweistündige Anstehen für eine reduzierte Karte auf dem Times Square hat sich auf jeden Fall gelohnt.
Die Kunstmuseen, allen voran das berühmte Guggenheim Museum haben mir ebenfalls sehr gut gefallen.
New York ist definitiv eine sehenswerte Stadt, die aus meiner Sicht all das, für das Amerika steht, verkörpert. Ich kann es jedem empfehlen, sich diese Stadt bei Gelegenheit anzuschauen.
Meine letzen Wochen in Nashville waren auch sehr schön. Der Abschied von Preston Taylor Ministries und den Kindern war sehr ergreifend und herzlich. Die Kinder haben mir zum Abschied Karten gebastelt und mir die besten Wünsche mit auf den Weg gegeben. Die gesamte Situation war sehr ergreifend. Obwohl sich die Kinder, wie schon in früheren Berichten erwähnt, immer wieder von neu gewonnen Freunden verabschieden müssen, ging es ihnen sehr nahe und sie haben mich immer wieder gefragt, warum ich denn weg muss. Der Abschied und die Reaktion einiger Kinder waren sehr überraschend. Vor Allem einige der Jungs, von denen ich eine emotionale Reaktion nicht erwartete, waren sehr erschüttert und traurig über meinen Abschied.
Ich persönlich beginne gerade in diesem Moment zu realisieren, dass ich mich nur noch wenige Stunden in den USA befinden werde. Das letzte Jahr war eine sehr besondere Zeit für mich. Ich habe sehr viel gelernt und sehr viele Erfahrungen gemacht, die ich in Deutschland niemals hätte machen können. Ich denke, dass mich die Zeit in Nashville geprägt und sich meine Sichtweise auf viele Dinge sehr verändert hat.
Ich möchte mich an dieser Stelle noch einmal bei allen Menschen, die mich unterstützt und mir diese Erfahrung ermöglicht haben meinen Dank aussprechen. Meiner Familie, Gerorg von der Gablenz, der gesamte Allen Familie aus Nashville und meiner Gastfamilie gilt dieser Dank ganz besonders.
Ihre Laura Vibrans
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Veröffentlicht:
14. Juni 2010
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