Sister Cities News
4. Bericht von Christoph Pross
Weihnachten in den USA, tolle Weihnachtsbeleuchtungen und unglaubliche Plätzchen
Weihnachten in den USA ist eine ähnlich schöne und aufregende Zeit wie in Deutschland. Der Anteil der Einwohner, die einem Glauben angehören, ist in Amerika jedoch höher als in Deutschland. Er liegt bei 66 Prozent. Weihnachten (oder für den jüdischen Glauben das Fest Hanukkah) wird daher auch überwiegend als kirchliches Fest begangen.
In den letzten Wochen wurde jedoch gerade das in der öffentlichen Diskussion in Frage gestellt. Heißt es fröhliche Feiertage oder fröhliche Weihnachten? Was ist politisch korrekt und sollte damit in Werbungen und Reklame verwendet werden? Wie öfter bei solchen Themen, ist die USA genau in der Mitte gespalten. Ein Gedanke dabei ist, dass Nicht-Christen sich diskriminiert fühlen, wenn Ihnen beim Weihnachtseinkauf ein Fröhliches Weihnachten gewünscht wird. Nichts desto trotz haben sie einen „Weihnachts“-baum im Haus. Aber man könnte ihn ja auch Feiertagsbaum nennen oder vielleicht Festtagsbaum?
Wie man daran erkennen kann, ist die ganze Diskussion schwer nachvollziehbar, was mir auch von vielen Amerikanern bestätigt wurde.
Für mich war die Adventszeit in Nashville sehr schön und sehr besinnlich. Es gab sehr viel Gebäck und viel Weihnachtsmusik. In meiner Gastfamilie ist schon sehr früh, was für die USA aber typisch ist, Weihnachten eingekehrt. Den Weihnachtsbaum haben wir vor drei Wochen aufgestellt und dann auch gemeinsam geschmückt. Am Tag darauf ist die Weihnachtsbeleuchtung angebracht worden und wir waren somit bereit für die alljährliche Allen-Weihnachtsparty. Diese Party geht nun schon ins 20 Jahr und es waren wieder viele Leute da und wir haben viel gesungen, leckere Plätzchen gegessen und hatten viel Freude in diesen Stunden.
Auch im Martha O`Bryan Center haben wir uns intensiv auf das Weihnachtsfest vorbereitet. Wir haben viel gebastelt und Weihnachtslieder gesungen. Das Martha O´Bryan Center hat mehrere Weihnachtsshops angeboten. In diesen konnten die Kinder für ihre Eltern, die Eltern für ihre Kinder und die Senioren für ihre Familie Weihnachtsgeschenke erstehen. Bezahlt haben sie mit fiktivem Geld, dass sie seit Oktober durch freiwilligen Dienst in der Gemeinde verdient haben. Dies war für viele die einzige Möglichkeit ein Weihnachtsgeschenk für ihre Nächsten zu haben, da sie zum Teil nicht über das Geld verfügen, eines zu kaufen. Über die Weihnachtszeit hat das Martha O´Bryan Center geschlossen, was mir die Möglichkeit gibt, heim nach Magdeburg zu kommen und das Weihnachtsfest mit meiner Familie zu verbringen.
Damit wünsche ich allen Magdeburgern, besonders den Freunden des Deutsch-Amerikanischen Dialogzentrums und der Städtepartnerschaft zwischen Magdeburg und Nashville, ein frohes und gesegnetes Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr.
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Veröffentlicht:
20. Januar 2006
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